Solarreinigung

Warum reinigen?

In der Vergangenheit haben sich zahlreiche Institute mit hoch dotierten Doktoren und Professoren mit der Verschmutzung und der Reinigung von Solarmodulen beschäftigt. Wer hätte es gedacht, alle sind zum selben Ergebnis gekommen. Photovoltaikmodule verschmutzen im Laufe der Jahre auf dem Dach und müssen gereinigt werden, um Spitzenerträge zu erzielen. Wir sind hier etwas einfacher gestrickt und beurteilen die Notwendigkeit der Solarreinigung aus unserer Erfahrung heraus und aus einer Begutachtung des Zustandes der Module. Nachdem unsere eigenen Anlagen und auch Kundenanlagen nach mehrjährigem Betrieb ohne Reinigung mehr und mehr an Ertrag nachgelassen haben und dies auch nicht mehr mit ertragsschwachen Jahren zu begründen war, war die Reinigung die letzte Möglichkeit den Ertrag wieder auf das kalkulierte Soll anzuheben. Es hat funktioniert und es hat sich auch rentiert. Je nach Standort der Anlage geht man von einer jährlichen Schmutzzunahme zwischen 1% und 10% aus.

Vorteile im Überblick

Deutlich höhere Leistungsaufnahme
Langer Werterhalt Ihres Systems
Ausfallsicherheit wird erhöht
Hochwertige und gepflegte Optik

In Extremfällen wie Anlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden, an Autobahnen, an Bahnstrecken und nicht zuletzt in Industriegebieten kann man sogar mit noch größeren Verschmutzungen rechnen. Damit Sie auf einen Blick entscheiden können in wie weit sich die Modulreinigung rentiert, haben wir die „Rentabilitätstabelle“ für Sie entwickelt. Basierend auf dem Anlagenertrag und dem Grad der Verschmutzung kann man auf einen Blick sehen in wie weit sich die Reinigung rentiert. Man kann nicht verallgemeinernd sagen „eine Solaranlage muss einmal pro Jahr gereinigt werden“. Man sagt ja auch nicht „mein Auto muss einmal pro Woche gewaschen werden“. Sicherlich ist es besser die Solaranlage eher etwas öfter zu reinigen, als zu selten, einfach um Vermoosungen und zu starken Einbrand von z.B. Vogelkot in das Modulglas zu vermeiden. Allerdings muss man auch ganz klar sehen, dass es sich bei einer Photovoltaikanlage für die meisten Betreiber um eine Geldanlage handelt und sämtliche Ausgaben für unsere 4 Bausteine Reinigung, Monitoring, Wartung und Betriebsführung nur ein notwendiges Übel sind, um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben.

Das bedeutet für den Fall der Reinigung, die Arbeit darf nur so oft wie nötig aber nicht so oft wie möglich durchgeführt werden. Eine grundsätzliche Notwendigkeit besteht aber definitiv, was uns die eigene Erfahrung gelehrt hat. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Vorteil einer regelmäßigen Anlagenreinigung ist der, dass im Zuge dieser Arbeiten defekte Module, lose Verkabelungen und andere Mängel frühzeitig erkannt und auf Wunsch auch von uns behoben werden. Man sollte bedenken, dass die gemeinsam in einem String verschalteten Module nur so gut laufen wie ihr schwächstes Glied.

Wie wird gereinigt?

Wir arbeiten grundsätzlich mit 2 unterschiedlichen Systemen, dem Niederdruck- und dem Hochdrucksystem. In beiden Fällen entnimmt das Reinigungsgerät das benötigte Wasser vom Hauswasseranschluss oder einem Wasserspeicher. Das Wasser wird entmineralisiert und über ein Schlauchsystem zum Reinigungskopf geleitet. Im Falle der Niederdruckreinigung besteht der Reinigungskopf aus einer Bürste mit speziell für die Solarreinigung entwickelten Borsten, die die Glasoberflächen nicht verkratzen. Diese Art der Reinigung verwenden wir bei Anlagen bis 5kwp oder an verwinkelten Stellen, wo man mit der rotierenden Bürste nicht rankommt.

Der Aufbau des Hochdrucksystems ist vom Grundsatz her der gleiche, allerdings wird das entmineralisierte Wasser auf einen Druck von 160bar gebracht, wodurch der Reinigungskopf, in diesem Falle eine rotierende Bürste, in Rotation versetzt wird. Der Wasserstrahl, der auf die Module trifft, hat nur Niederdruck, wodurch eine Beschädigung der Module durch zu hohen Druck verhindert  wird. Die hervorragende Reinigungswirkung wird rein durch die Rotation der Bürste und die speziellen, für die Reinigung von  Moduloberflächen entwickelten, Borsten erreicht. Dieses Verfahren wird bei größeren Aufdachanlagen bis in den Megawatt-Bereich angewandt, aber auch bei Freilandanlagen. In beiden Fällen kann man dem entmineralisierten Wasser noch Reinigungsmittel zusetzen, was bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen Sinn machen kann.